Autoklaven

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Ein Autoklav ist ein gasdicht verschließbarer Druckbehälter, der für die thermische Behandlung von Stoffen im Überdruckbereich eingesetzt wird. Die thermische Behandlung wird aufgrund des typischen Abschlusses gegenüber der Atmosphäre schrittweise vollzogen. Die Druckbehälter verfügen hierbei über Schnellverschlüsse, die ein schnelles Öffnen und Schließen des Behälters ermöglichen.

Einsatzgebiet von Autoklaven

Autoklaven werden zum Sterilisieren, zum Aushärten von Baustoffen, zum Vulkanisieren von Reifen und Gurtbändern sowie zum Verpressen von Faserverbundwerkstoffen verwendet und kommen somit in der Medizintechnik, Lebensmitteltechnik, Biologie, Glasindustrie, Luftfahrtindustrie, in Steinfabriken und Vulkanisierbetrieben zum Einsatz. Grundsätzlich gibt es sowohl für kleine Einsatzvolumen, als auch für große Produktionsmengen Autoklaven.

Anwendung in der Medizintechnik

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um eine Sterilisation durchzuführen: Das Vakuumverfahren, das Strömungs- oder das Gravitationsverfahren. Beim Vakuumverfahren wird die Luft durch mehrmaliges Evakuieren entfernt. Wird dagegen das Strömungs- oder das Gravitationsverfahren eingesetzt, so wird die Luft durch Sattdampf verdrängt.

Anwendung in der Chemie

Alle Reaktionen, bei denen Gase unter Druck zur Reaktion gebracht werden, werden in einem Autoklaven durchgeführt. Als Beispiele hierfür können die Hydrierung mit Wasserstoff und die hydrolytische Spaltung von Fetten bei der Seifenherstellung und bei der Vulkanisierung genannt werden. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Herstellung von Kunststoffen, wie z. B. Polyethylen.

Faserverbundherstellung

Ein wichtiges Einsatzgebiet ist die Herstellung von Faserverbundstoffen. Bei dieser Anwendung müssen Autoklaven Drücke bis zu 10 bar und Temperaturen bis zu 400 °C erzeugen können. Die Druckerstellung erfolgt mittels Kompressoren. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Druckspeichern. Der hohe Druck ist notwendig, um die einzelnen Laminatschichten pressen zu können. Das Kunstharz im Faserverbundteil wird bei einer Temperatur von 100 bis 250 °C mehrere Stunden ausgehärtet.

Literatur
•http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial:Zitierhilfe&page=Autoklav&id=86390150 (Abgerufen: 31.03.11).

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